Als ich diese Muffins vorbereitet habe, wusste ich bereits, dass sie nicht so süß, dafür aber unheimlich sättigend sein würden. Denn das Dinkelmehl, welches ich normalerweise hätte benutzen sollen, habe ich durch eine Tasse glutenfreie Mehlmischung (Glutano oder Schär) und Teffmehl, gemahlene Vollkorn-Haferflocken und Hirsemehl ersetzt.
Ende Dezember letzten Jahres habe ich auf der Website von getreidemuehle.de ein Angebot gesehen, dem ich dann quasi nicht wiederstehen konnte. Und so habe ich seit Januar 2013 eine Getreidemühle, die fleißig und ohne Murren schon Hirse, Quinoa, Haferflocken, Vollkornreis und was weiß ich noch gemahlen hat. Diese Investition war ihr Geld definitiv wert.
Wenn man die Dessert-Rezepte in dem Buch so liest, muss man unweigerlich ein paar Zutaten nachschlagen, weil es einfach eine gewisse Unsicherheit gibt. So wird zum Süßen der Muffins “unsweetened apple sauce” benötigt und der normale Mensch würde dann sicherlich zu zuckerreduziertem Apfelmus greifen. Aber hier wird Apfelmark benötigt, welches man zum Beispiel bei dm von Alnatura bekommt.
Das Apfelmark enthält keinen Zucker und wird mit den anderen Zutaten dazu verwendet eine Bindung herzustellen. Der gemeine Leser von amerikanischen Kochbüchern weiß bestimmt, was ich meine: veganes Backen ist nicht schwierig, aber wenn man verstehen möchte wie es funktioniert schon ein wenig wissenschaftlich. Genau mein Ding!
In diesem Rezept ist zum Beispiel nicht die Rede von “almond butter”, aber wer Mandelmus ersetzen muss, weil er wie ich keine Nüsse (ausser Paranüssen) verträgt, dem kann ich Tahini (Sesampaste) ans Herz legen. Es funktioniert und schmeckt.
Glutenfreie Teige sind eigentlich eine Katastrophe beim Handling. Der Teig klebt und hat wenig von den Eigenschaften, die normaler glutenhaltiger Teig hat. Man kann dem Ganzen etwas mehr Bindung geben, wenn man bereit ist einen Zusatzstoff wie Xanthan hinzuzugeben, der dem Teig Elastizität und Feuchtigkeit gibt und nicht so krümelig ist. Nichts ist ätzender als ein Keks oder Brot, was auseinander bröselt.
Wer bis hierhin ausgehalten hat, wird jetzt mit meinem abgewandelten Rezept für die Quinana Muffins belohnt.
Zutaten:
- 2 Tassen glutenfreies Mehl, bestehend aus 1 Tasse Mehlmischung und jeweils 1/3 Tasse Teffmehl, gemahlene Vollkorn-Haferflocken und Hirsemehl
- 2 TL Backpulver (Weinsteinbackpulver ist sehr zu empfehlen
- 1/2 TL Natron
- 3/4 TL Salz
- 1/2 TL Zimt
- 1/2 Tasse Rohrohrzucker
- 1 Tasse zerdrückte Banane (2 große Bananen, geschält)
- 1/4 Tasse ungesüßte, pflanzliche Milch
- 1/3 Tasse Apfelmark
- 2 TL Vanille-Extrakt
- 1 Tasse gekochtes Quinoa, ca. 1/2 Tasse ungekocht
- 1/2 TL Xanthan
Zubereitung:
- Den Backofen auf 180°C vorheizen lassen. Eine Muffinform mit Muffinpapierförmchen ausstatten und beiseite stellen.
- In einer kleinen Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron, Salz, zimt und Rohrohrzucker) hineingeben und mischen. Dann eine kleine Mulde machen und die anderen Zutaten (bis auf das gekochte Quinoa!) dazugeben. Die trockenen Zutaten mit den Feuchten vermengen bis alles miteinander verbunden ist, aber nur nicht übermixen. Den gekochten Quinoa einarbeiten.
- Die Muffinförmchen bis oben hin füllen und für ca. 22 – 24 Minuten backen. Danach etwas abkühlen lassen.








