Letztes Jahr war ich in einem italienischen Restaurant hier in Kaster. Dort verspürte ich Abenteuerlust und hatte dann mal ein Gericht mit Lachs in Knoblauch, Reis und Broccoli ausprobiert. Es war wirklich sehr, sehr lecker und seitdem habe ich immer wieder mal daran gedacht, es nachzukochen. Es war dann auch relativ einfach. Lachs in gepresstem Knoblauch und Butter von beiden Seiten anbraten und dazu gab es auf den Punkt gekochten Broccoli und Kartoffeln.

Verglichen mit dem Lachs-Rezept aus meinem Kochkurs war es um Längen besser und hatte geschmacklich mehr zu bieten. In einem Kochkurs sollte man mit Butter arbeiten und nicht kalorienarm kochen. Das kommt meiner Meinung nach dann später. Vorrangig sollte es schmecken. Und das war bei einem Lachs-Filet mit Zuchini, Tomaten und Kräutern im Ofen und Pergament gedünstet nicht der Fall. Mein Lachs war ein Bio-Lachs aus norwegischer Aquakultur mit ausreichend Platz zum Schwimmen. MSC-Siegel inklusive. Das war richtig gut!
Am nächsten Tag hatte ich eine Portion Lachs und Kartoffeln übrig – auf den Punkt gekochter Broccoli lebt bei mir nicht lange und war nicht mehr da
Und was nun? Die Zeitschrift Lust auf Genuss gab mir dann die Inspiration. Das Gericht hieß Lachs-Zitronensauce mit Babyspinat. Babyspinat hatte ich gerade nicht da, ich habe dann den gemeinen TK-Spinat genommen und mit Hilfe der Mikrowelle aufgetaut. Mir muss mal jemand erklären, wo man Babyspinat herbekommt! Auf dem Großmarkt? Sowat jibbet hier net
Jetzt das Rezept!



Wie ich auf Coq au Vin gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr. Es war auf keinen Fall der aktuelle Film mit Til Schweiger (welchen ich wie Dreiaugenmaus auch nicht sehen werde!). Ich habe einen guten Freund gefragt, ob er Lust auf das Gericht hätte und er war von Anfang an begeistert. Eigentlich wollte mein Freund schon immer die Variante von Paul Bocuse nachgekocht haben, aber kam wohl nie dazu. Als ich ihm dann vorgeschlagen habe, die Version von Julia Child für ihn zu kochen, war es ihm auch sehr Recht
Bei dem Gericht ist Vorbereitung alles, da man während des Kochens keine Zeit mehr hat um Zwiebeln zu schälen oder die Pilze fertig zu machen. Und so sah es dann bei mir aus, bevor es los ging. Die Kartoffeln standen bereits mit Topf auf dem Herd, die Hühnerflügel waren gewaschen und bratfertig, Champignons und Zwiebeln standen Spalier! Zu meiner Vorbereitung gehörte auch, dass ich meine mit Tafelfolie beklebte Kühlschranktür als riesigen Notizzettel benutzt habe. Praktisch! Letztlich habe ich doch etwas vergessen: das Tomatenmark. Meiner Meinung nach war es absolut verschmerzbar. Mein Freund war auch begeistert. Und es stimmt, was man sagt: das Geheimnis französischer Küche liegt in der Butter.



Was ich aus dem Rezept zu Ratatouille von Julia Child gelernt habe ist, dass man beim Sautieren der Zutaten viel erreichen kann.
