— Cook It Like Lilian

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Tag "Fisch"

Letztes Jahr war ich in einem italienischen Restaurant hier in Kaster. Dort verspürte ich Abenteuerlust und hatte dann mal ein Gericht mit Lachs in Knoblauch, Reis und Broccoli ausprobiert. Es war wirklich sehr, sehr lecker und seitdem habe ich immer wieder mal daran gedacht, es nachzukochen. Es war dann auch relativ einfach. Lachs in gepresstem Knoblauch und Butter von beiden Seiten anbraten und dazu gab es auf den Punkt gekochten Broccoli und Kartoffeln.

Verglichen mit dem Lachs-Rezept aus meinem Kochkurs war es um Längen besser und hatte geschmacklich mehr zu bieten. In einem Kochkurs sollte man mit Butter arbeiten und nicht kalorienarm kochen. Das kommt meiner Meinung nach dann später. Vorrangig sollte es schmecken. Und das war bei einem Lachs-Filet mit Zuchini, Tomaten und Kräutern im Ofen und Pergament gedünstet nicht der Fall. Mein Lachs war ein Bio-Lachs aus norwegischer Aquakultur mit ausreichend Platz zum Schwimmen. MSC-Siegel inklusive. Das war richtig gut!

Am nächsten Tag hatte ich eine Portion Lachs und Kartoffeln übrig – auf den Punkt gekochter Broccoli lebt bei mir nicht lange und war nicht mehr da ;) Und was nun? Die Zeitschrift Lust auf Genuss gab mir dann die Inspiration. Das Gericht hieß Lachs-Zitronensauce mit Babyspinat. Babyspinat hatte ich gerade nicht da, ich habe dann den gemeinen TK-Spinat genommen und mit Hilfe der Mikrowelle aufgetaut. Mir muss mal jemand erklären, wo man Babyspinat herbekommt! Auf dem Großmarkt? Sowat jibbet hier net ;) Jetzt das Rezept!

Darf's etwas mehr sein?

Wie ich hier schon berichtet habe, war es mein erstes Fischgericht und unheimlich lecker. Fast hätte man denken können, man hätte Hühnchen auf dem Teller. Genial.

Bei der Zubereitung ist mir der Fehler passiert, dass ich weder den Zitronensaft über die Pangasiusfilets (in einer kleinen Schüssel) gegeben noch das Gericht mit Salz und Pfeffer gewürzt habe. Das war nicht tragisch, denn ich habe es überhaupt nicht vermisst.

Darf's etwas mehr sein?

Es ist wirklich eine Premiere, dass ich freiwillig Fisch zubereitet und gegessen habe. Ich muss gleich vorweg schreiben: es war ein sehr leckeres Essen, was es sicherlich noch öfter geben wird.

Auf die Frage meiner Mutter, was es bei mir denn gleich zu essen gäbe, habe ich ihr den Rezept-Titel (Pangasius mit Champignons) genannt und erntete nur Erstaunen. “Was ist denn Pangasius?”

Tja, bei Fisch hört es bei Manchen auf, wenn sie nur schon wissen, dass es Fisch ist. Dem Ganzen eine Chance zu geben ist schwer. Das weiß ich. Und man muss lernen, dass Fischstäbchen kein Referenzmaterial sind. Bei mir hat’s lange gedauert.

Darf's etwas mehr sein?