— Cook It Like Lilian

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Tag "göttlich"

Dieser französische Rinderschmortopf war soooo göttlich. Wenn das Rezept befolgt und das Fleisch auf der Zunge zerfällt, stirbt jeder vor Glückseligkeit. Echt jetzt. Ich habe noch die Kurve bekommen sonst könnte ich euch davon nicht berichten ;) Vegetarismus hin und vegane Pasta her – wer das nicht nachkocht ist selber Schuld.

Eine solche Erfahrung teile ich gerne und habe meinen guten Freund, welchen ich schon zu Coq au Vin eingeladen habe, gebeten mir Gesellschaft zu leisten. Er hat gesagt, ich könnte gut kochen. Das musste ich mal weitergeben ;) Bin natürlich auch stolz, dass es mir gelungen ist wieder einmal nach Original-Rezept zu kochen.

Wie man auf diesem Foto sieht habe ich einen kräftigen Rotwein ausgesucht, was jetzt nicht unbedingt so gut war für meine leichte Histaminintoleranz. Aber es war die darauffolgenden Tage auszuhalten. Die Leihgabe für das Gericht seht ihr auch: einen Bräter von Le Cruset. Solch teure Küchenutensilien leihe ich mir immer von meiner Mutter aus, da es ja unsinnig wäre alles doppelt und dreifach zu kaufen, wenn man bei kurzen Entfernungen sich das mal gerade ausleihen kann :)

Bei dem Gericht wird das Fleisch kurz und in kleinen Portionen angebraten, um es dann später im Backofen schmoren zu lassen. Danach könnt ihr eure Küche putzen, denn das Fett spritzt überall hin. Den Aufwand ist es aber definitiv wert.

Darf's etwas mehr sein?

Wie ich auf Coq au Vin gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr. Es war auf keinen Fall der aktuelle Film mit Til Schweiger (welchen ich wie Dreiaugenmaus auch nicht sehen werde!). Ich habe einen guten Freund gefragt, ob er Lust auf das Gericht hätte und er war von Anfang an begeistert. Eigentlich wollte mein Freund schon immer die Variante von Paul Bocuse nachgekocht haben, aber kam wohl nie dazu. Als ich ihm dann vorgeschlagen habe, die Version von Julia Child für ihn zu kochen, war es ihm auch sehr Recht ;-)

Bei dem Gericht ist Vorbereitung alles, da man während des Kochens keine Zeit mehr hat um Zwiebeln zu schälen oder die Pilze fertig zu machen. Und so sah es dann bei mir aus, bevor es los ging. Die Kartoffeln standen bereits mit Topf auf dem Herd, die Hühnerflügel waren gewaschen und bratfertig, Champignons und Zwiebeln standen Spalier!  Zu meiner Vorbereitung gehörte auch, dass ich meine mit Tafelfolie beklebte Kühlschranktür als riesigen Notizzettel benutzt habe. Praktisch! Letztlich habe ich doch etwas vergessen: das Tomatenmark. Meiner Meinung nach war es absolut verschmerzbar. Mein Freund war auch begeistert. Und es stimmt, was man sagt: das Geheimnis französischer Küche liegt in der Butter.

UPDATE: Das Rezept ist hier im Download-Bereich verfügbar. Viel Spaß beim Nachkochen :)

Darf's etwas mehr sein?

Tja, fünf Personen haben mir unabhängig bestätigt: dieser Kuchen ist lecker, sogar sehr … und gar nicht so trocken wie man vielleicht denken würde. Und wieder ein Kuchen ohne Milch. Es gibt so einige Spezialisten da draussen, die der Meinung sind, Milch müsse unbedingt in einen Kuchen wie diesen. Nee, mutt keene Milch rein ;)

Allerdings war ich fix und fertig, nachdem ich den Kuchen im Backofen hatte. Ich hatte die Butter zu spät herausgelegt und bei dem Arbeitsschritt mit dem Puderzucker und dem Eigelb flog dann ein wenig Puderzucker umher. Ja, ja … das sind doch mal Anekdoten, die ihr lesen wollt ;)

Kirschkuchen

Zutaten für 1 Blech / 12 Stücke:

  • 4 Eier (getrennt)
  • 250 g Mehl (Dinkelmehl Typ 405 schmeckt auch sehr gut)
  • 250 g Butter (1 Pck.)
  • 125 ml Eierlikör
  • 1 Pck. Backpulver
  • 50 g Speisestärke
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Glas Kirschen (Abtropfgewicht: 380 g)

Zubereitung:

Eier trennen und das Eiweiß zu festem Schnee schlagen.
Eigelbe mit Puderzucker und weicher Butter cremig rühren, den Eierlikör zum Schluss unterrühren.

Darf's etwas mehr sein?

Mein ganz persönlicher Tag der Paranuss wird für immer der 27.01.2011 sein, weil ich an diesem Tag das erste Mal seit 4 Jahren zwei Paranüsse gegessen habe. Kein Asthma, kein Juckreiz, keine Pusteln. Das Ergebnis des Haut- und Bluttestes vom Hautarzt ist bestätigt. Ich reagiere nicht auf Paranüsse. Göttlich. Ein Nicht-Allergiker kann sich nicht vorstellen wie die erste Nuss seit Jahren schmeckt … fucking great !!! Das Austesten lohnt sich – jetzt kann ich diese Nüsse essen :)

Darf's etwas mehr sein?

Ich hatte ja bereits hier erwähnt, dass ich im Asia-Supermarkt dieses scheinbar vegane Eis gefunden habe. Nun, ich hatte es erstmal im Tiefkühler gelassen und irgendwann bin ich auf die Idee gekommen es zu probieren. Sehr, sehr lecker. Als hätte ich nicht 3 Jahre ohne Eis gelebt. So lecker.

Darf's etwas mehr sein?

Ich hab’s gefunden, ich hab’s gefunden :-) und seit 2 1/2 Jahren mein erstes “Milcheis” gegessen. Phänomenal und einfach lecker. Genau richtig für dieses Wetter.

Zu unserer derzeitigen Wetterlage möchte ich  hier nur Adrian Cronauer (gespielt von Robin Williams) aus “Good Morning Vietnam” zitieren:

“The weather out there today is hot and shitty with continued hot and shitty in the afternoon. Tomorrow a chance of continued crappy with a pissy weather front coming down from the north. Basically, it’s hotter than a snake’s ass in a wagon rut.”

Darf's etwas mehr sein?

In meinem Leben wollte ich zumindest einmal Sauce Hollandaise selber gemacht haben. Na, was soll ich sagen? Ich habe sie zwei Tage hintereinander gemacht und sie war … göttlich. Daneben gibt es nur noch wenige Dinge, die da dran kommen. Wenn es jetzt zu einem Gericht diese Sacue geben soll, weigere ich mich schlicht und ergreifend diesen TetraPak-Kram aufzuwärmen, denn das hat absolut nichts mit der Sauce zu tun, die bei mir rausgekommen ist.

Die Sauce gab es einmal zu perfekt gekochtem Blumenkohl und Kartoffeln (nicht zu fest, nicht zu matschig) und dann zu Salzkartoffeln, Schweinefilet vom Grill und Spargel. Nee, was war das phänomenal. Ich kann jedem nur empfehlen, dass Buch von Julia Child zu kaufen, denn dieses Rezept ist dem entnommen.

Darf's etwas mehr sein?

Was ihr hier seht, ist ein “old-fashioned” Hühnerfrikassee mit einer Weiswein-Sauce, Zwiebeln und Champignons. Dazu gab es einen vollmundigen, weißen Burgunder wie er von Julia Child in ihrem Buch “Mastering The Art of French Cooking” empfohlen wird. Ich habe mir das Buch Anfang Januar diesen Jahres gekauft und dieses Rezept ausgesucht. Ich habe die angegebenen Mengen verwendet und 3 Tage (!) Hühnerfrikassee gegessen und mir kam es nicht zum Hals raus. Es hat am dritten Tag immer noch hervorragend geschmeckt. Mit Reis natürlich :-)

Wer Kochen können will, MUSS sich dieses Buch kaufen. Bisher habe ich nur zwei Rezepte daraus gekocht, aber ich bin davon überzeugt, dass Tausende von amerikanischen Hausfrauen sich nicht irren können. Ich selber halte es mittlerweile für ein unverzichtbares Kochbuch. Wer der englischen Sprache wie ich einigermaßen mächtig ist, sollte sich die gebundene Ausgabe unbedingt besorgen.

Es sorgte für göttliche Momente. Glaubt mir!

Darf's etwas mehr sein?