— Cook It Like Lilian

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Tag "Reis"

Heute ist der vorletzte Tag des Vegan Mofo 2011 und ich habe es nicht wirklich geschafft 20 Blog-Einträge zu schreiben. So schlimm finde ich das jetzt nicht. Wie schaut’s mit euch aus? ;) Mmm, ich habe mir zwischendurch gedacht, ich veganisiere einfach dieses Gericht, welches ich mal mit Hühnchen gekocht hatte. Das was auf dem Bild zu sehen ist war so lecker. Einfach fantastisch.

Ich habe das Hühnchen einfach durch ca. 300 g Tofu ersetzt und im Orangensaft mariniert. Dann habe ich es kross angebraten und wie in dem Rezept beschrieben mit dem Orangensaft abgelöscht. Mit 3 EL Kokosnussrahm habe ich das Ganze etwas angedickt und mit 2 TL Patak’s Garam Masala gewürzt. Um es noch etwas herzhafter zu machen, kam noch etwas aufgetauter TK-Spinat dazu. Fertig war das selbstgestrickte, veganisierte Curry mit Tofu. Ich glaube für meinen Blog eine Premiere, dass hier Tofu im Bild ist. Ich kann es nur empfehlen.

Darf's etwas mehr sein?

Dieser französische Rinderschmortopf war soooo göttlich. Wenn das Rezept befolgt und das Fleisch auf der Zunge zerfällt, stirbt jeder vor Glückseligkeit. Echt jetzt. Ich habe noch die Kurve bekommen sonst könnte ich euch davon nicht berichten ;) Vegetarismus hin und vegane Pasta her – wer das nicht nachkocht ist selber Schuld.

Eine solche Erfahrung teile ich gerne und habe meinen guten Freund, welchen ich schon zu Coq au Vin eingeladen habe, gebeten mir Gesellschaft zu leisten. Er hat gesagt, ich könnte gut kochen. Das musste ich mal weitergeben ;) Bin natürlich auch stolz, dass es mir gelungen ist wieder einmal nach Original-Rezept zu kochen.

Wie man auf diesem Foto sieht habe ich einen kräftigen Rotwein ausgesucht, was jetzt nicht unbedingt so gut war für meine leichte Histaminintoleranz. Aber es war die darauffolgenden Tage auszuhalten. Die Leihgabe für das Gericht seht ihr auch: einen Bräter von Le Cruset. Solch teure Küchenutensilien leihe ich mir immer von meiner Mutter aus, da es ja unsinnig wäre alles doppelt und dreifach zu kaufen, wenn man bei kurzen Entfernungen sich das mal gerade ausleihen kann :)

Bei dem Gericht wird das Fleisch kurz und in kleinen Portionen angebraten, um es dann später im Backofen schmoren zu lassen. Danach könnt ihr eure Küche putzen, denn das Fett spritzt überall hin. Den Aufwand ist es aber definitiv wert.

Darf's etwas mehr sein?

Da ich ja liebend gerne Rezepte ausprobiere (ich bin quasi ein Rezepte-Freak), kommt es schon mal vor, dass das, was ich gekocht habe, nicht zu Genießen ist. Das ist keine Schande, sondern zeigt mir selber meine geschmacklichen Grenzen auf.

Persischer Reispudding

 

Tja, und wie das so ist, interessiere ich mich im Moment nicht nur für die indische Küche, sondern auch für die verwandte persische Küche (also Iran). Ich habe bei Chefkoch gesucht und wurde aufmerksam auf den persischen Reispudding mit Rosenwasser und Jasmin-Reis. Es ist ja nicht so, dass ich nicht kritisch gewesen wäre, aber das war ein Satz mit X. Schade wegen der Paranuss auf dem Pudding.

Kohlrabisuppe

Dann hatte ich auch mal eine Kohlrabisuppe aus der Zeitschrift “Lust auf Genuss”, Ausgabe 12/2010, nachgekocht und war entsetzt. Die Suppe hatte kaum Geschmack. Auch die gerösteten Toast-Würfel konnten nichts mehr retten. Und weg damit!

Amerikanische Pancakes

Ich hatte auch einmal die glorreiche Idee amerikanische Pancakes mit Ei “nachzukochen”. Auch hier gab es wieder ein Rezept aus einem Buch, welches es mal bei Aldi zu kaufen gab. Das Buch hatte schon ein paar gute Rezepte, weshalb ich nicht so kritisch war. Letzlich waren die Pancakes von Mrs. Moskowitz besser. Voller Erfolg für das vegane Pendant.

Stattdessen gibt es eine Scheibe Brot und ruckizucki ist das Abendessen gerettet. You know? ;)

Darf's etwas mehr sein?

Thailändische Pilzsuppe mit Ingwer

Gestern und heute habe ich überwiegend thailändisch gegessen und es war einfach und schnell gekocht. Zuerst gab es gestern die thailändische Pilzsuppe mit Ingwer und Mie-Nudeln. Nicht ganz vegan durch die Mie-Nudeln, da sie glaube ich Eier enthalten, aber dafür mit Broccoli und Shiitake und Reisstrohpilze aus dem Glas. Das brauchte ich einfach mal wieder.

Und dann gab es den überragenden Klebreis mit Mango und Maracuja (Passionsfrucht). Es war wirklich gut. Fast hatte ich schon den Verdacht, dass dieses Experiment nicht gut gehen würde, weil die Zutaten so ungewöhnlich sind. Aber es ist wie mit so vielem: man lernt nicht aus. Mangos schmecken mir am Besten, wenn sie vollreif sind (Schale gibt bei Druck nach) und frische Maracuja … ja echt leckere Früchtchen. Und ich bin eigentlich DER Obst-Muffel schlechthin.

Klebreis mit Mango

Das Rezept ist übrigens aus der Zeitschrift “Lust auf Genuss”, Ausgabe 3/2010, Seite 20, und als alleiniges Gericht schön sättigend und ausgewogen. Gefällt mir, es kommt auf eine Rezeptkarte ;)

Zutaten für 4 Portionen/Personen:

  • 100 g Klebreis
  • 2 Mangos
  • 2 Passionsfrüchte / Maracujas
  • 250 ml Kokosmilch (Dose)
  • eine Prise Salz
  • 4 EL brauner Zucker/Rohrzucker (Palmzucker hatte ich leider nicht)
  • 2 TL Sesamsamen
Darf's etwas mehr sein?

Mein zweites Gericht aus “India – The Cookbook” war Mango Chicken und es gab dazu gekochten Basmatireis. Das Rezept war dann auch die Premiere für die erste Mango in meinem Leben. Dabei stellte ich mir die Frage, ob ich die Frucht schälen muss und wie groß der Kern den sei.  Ja, die Frucht musste hierfür komplett geschält werden und der Kern ist doppelt so groß wie ein Pflaumenkern. Würde ich jetzt einfach mal so behaupten ;) Es war lecker, aber mein erstes Gericht “Cauliflower with Oranges” war dann doch schon besser. Hier ist es aus meiner Sicht unbedingt erforderlich, dass die Mango in kleine Würfel oder Stücke geschnitten wird, da feste Mangostückchen nicht so gut schmecken. Die zweite Portion am nächsten Tag war nach dem Aufwärmen in der Mikrowelle auch irgendwie besser – schön durchgezogen und die Mango weich. Den Koriander, den ihr auf dem Bild seht, wurde kurz darauf von mir wieder entfernt. Irgendwie werde ich mit Koriander als Asien’s Petersilie nicht warm. Schmeckt mir überhaupt nicht.

Derweil können wir nur das Beste für Japan hoffen!

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 EL Öl
  • 375 g  Hähnchenfleisch ( mit oder ohne Knochen)
  • 1 grüne Chilischote, entkernt und klein gehackt
  • 1/6 TL Kurkuma
  • ½ TL Chili-Pulver (habe ich weggelassen)
  • 1 ½ Zwiebel, in Scheiben geschnitten
  • ½ Ingwerpaste (nichts anderes als geriebener Ingwer)
  • ¼ TL Knoblauchpaste (pürierter oder gepresster Knoblauch)
  • 1 rohe Mango, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten, ca. 0,5 cm groß
  • einige Blätter frischen Koriander, kleingehackt
  • Salz
Darf's etwas mehr sein?

Jetzt kommt mein erstes Gericht aus “India – The Cookbook”. Ich habe es gewagt und war vollkommen glücklich mit dem Ergebnis. Indisches Essen in dieser Art würde ich als Wohlfühl-Essen bezeichnen. Und dann erst das mehrlagige Fladenbrot, welches leicht an Blätterteig erinnerte. Beim zweiten Mal habe ich dann wirklich 1 ½ Orangen benutzt, es zum Schluss weniger stark gedünstet und Basmatireis dazu gegessen. Beim zweiten Mal ist es meiner Meinung nach besser geworden. Vegan ist es auch noch :)

Dieses Gericht kommt ursprünglich aus Westbengalen. Wenn man indisch kocht, muss man sich von einigen Vorstellungen lösen. So zum Beispiel die Tatsache, dass in dem Rezept die Kartoffeln als Gemüse bezeichnet werden. Hier bei uns ist es üblich Kartoffeln als kohlenhydratreiche Beilage zu sehen, wo dann noch Fleisch und “tatsächliches” Gemüse dazukommt. Am Besten wird dann noch darauf bestanden, dass es eine leckere Sauce dazu gibt, und schon hat man das typisch deutsche Essen ohne Vielfalt Inspiration auf dem Teller (in der Regel).

Ich hatte keinen Zweifel daran, dass es nicht schmecken würde. Genug jetzt … die Rezepte:

Darf's etwas mehr sein?

Dieses Rezept stammt aus dem Veganomicon und ist einfach lecker. Ich wollte wieder etwas aus dem Buch kochen, aber irgendwie bin ich dazu nicht gekommen.

Durch eine Kollegin, deren Tochter eine Glutenunverträglichkeit hat, habe ich mich auf die Suche nach entsprechenden Rezepten gemacht.

Ein Foto kommt später ist da – jetzt erstmal das Rezept von Mrs. Moskovitz.

Darf's etwas mehr sein?

Ich hatte vor einem Jahr mit einer Freundin zusammen eine asiatische Hähnchenpfanne gekocht und sie eine Woche später nochmal nachgekocht, weil es so lecker war. Ich habe etwas überlegt und dachte mir vor drei oder vier Monaten noch, dass man das Gericht bestimmt lecker mit Tofu zubereiten kann. Da Tofu wie Sojamilch seit einiger Zeit für mich Tabu sind, dachte ich mir heute spontan: mit diesen Zutaten und ohne Fleisch müsste es auch gehen. Und es war wieder so lecker. Lässt man die Austernsauce weg, dann ist es vegan.

Darf's etwas mehr sein?

In letzter Zeit fällt mir auf, dass sich die Menschheit scheinbar nicht ohne Fleisch ernähren kann, was mich zusehends irritiert. Ich bin im Moment der Überzeugung, dass es nicht falsch sein kann, weniger Fleisch zu essen und vielleicht “nur” einmal in der Woche ein Stück ‘totes Tier’ auf dem Teller liegen zu haben. Denn Fleisch bedeutet nun mal, dass ein Tier für meinen Genuss gestorben ist. Davor kann ein wenig mehr Ehrfurcht nicht schlecht sein. Nun, dieses Rezept habe ich irgendwo bei chefkoch.de gefunden und es mit den vorhandenen Lebensmitteln lecker abgewandelt.

Die Tomaten waren nicht so der Renner, aber die Paprikaschoten dafür umso mehr. Wirklich, einfach nur toll mit Reis. Und mir kann keiner mehr erzählen ich müsste permanent tierisches Eiweiß (Anmerkung: durch Fleisch/Fisch) zu mir nehmen, um zu überleben. So geht’s ja auch … seit zwei Wochen funktioniert’s schon.

Darf's etwas mehr sein?

Was ihr hier seht, ist ein “old-fashioned” Hühnerfrikassee mit einer Weiswein-Sauce, Zwiebeln und Champignons. Dazu gab es einen vollmundigen, weißen Burgunder wie er von Julia Child in ihrem Buch “Mastering The Art of French Cooking” empfohlen wird. Ich habe mir das Buch Anfang Januar diesen Jahres gekauft und dieses Rezept ausgesucht. Ich habe die angegebenen Mengen verwendet und 3 Tage (!) Hühnerfrikassee gegessen und mir kam es nicht zum Hals raus. Es hat am dritten Tag immer noch hervorragend geschmeckt. Mit Reis natürlich :-)

Wer Kochen können will, MUSS sich dieses Buch kaufen. Bisher habe ich nur zwei Rezepte daraus gekocht, aber ich bin davon überzeugt, dass Tausende von amerikanischen Hausfrauen sich nicht irren können. Ich selber halte es mittlerweile für ein unverzichtbares Kochbuch. Wer der englischen Sprache wie ich einigermaßen mächtig ist, sollte sich die gebundene Ausgabe unbedingt besorgen.

Es sorgte für göttliche Momente. Glaubt mir!

Darf's etwas mehr sein?