— Cook It Like Lilian

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Tag "vegan"

Dieses Gericht ist keineswegs histaminarm wegen Aubergine, Rotwein und Tomaten, aber es war lecker. Und mal eine richtige Abwechslung. Sonst mag ich nicht so gerne Aubergine. Aber dieses Gericht sowie das Ratatouille nach Julia Child sind da Ausnahmen. Ich habe es veganisiert, da man das Butterschmalz zum Frittieren auch durch pflanzliches Frittierfett (Bisikin Gold o.Ä.) ersetzen kann. Hier kann man ganz wundervoll Nudelreste verwerten.

 

Zutaten für 3-4 Portionen:

  • 20 g getrocknete Mischpilze (15 g Steinpilze haben auch funktioniert)
  • 2 Zwiebeln (Schalotten waren es bei mir)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Möhre
  • 300 g frische Pfifferlinge
  • 2 Tomaten
  • 3 El Öl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml trockener Rotwein
  • 1 Dose Tomaten in Stückchen (400 g)
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL getrockneten Oregano
  • 2 EL gehackten Majoran (getrocknet geht auch)
  • 1/2 Aubergine
  • 2 El (Dinkel-)Mehl
  • 250 g Frittierfett (Biskin Gold als 250 g-Barren)
  • 500 g (Dinkel-) Spaghetti

 

Zubereitung:

  1. Die getrockneten Pilze in der Kaffeemühle / im Blitzhacker fein mahlen. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, die Möhre in mehrere Stücke schneiden und im Blitzhacker klein hacken.
  2. Die Pfifferlinge sorgfältig waschen, Sand und Erde entfernen, und fein hacken. (Funktioniert auch mit Champignons.)
  3. Von den Tomaten den Stielansatz entfernen und grob würfeln.
  4. Das Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Möhren und Champignons dazugeben und unter starker Hitze und Rühren weiterbraten. Die austretende Flüssigkeit muss verdampfen.
  5. Das Tomatenmark unterrühren und mit dem Rotwein ablöschen. Einkochen lassen, um die Dose Tomaten, die Tomatenwürfel und die Gemüsebrühe dazuzugeben.
  6. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und den gemahlenen Pilzen würzen und 15 Minuten weiter köcheln lassen.
  7. Oregano und Majoran untermischen .
  8. Die Spaghetti in Salzwasser garen, abgießen und abtropfen lassen.
  9. Die halbe Aubergine würfeln und mit dem Mehl in einen Gefrierbeutel geben. Den Gefrierbeutel oben zudrehen und solange schütteln, bis die Auberginenwürfel mit Mehl bestäubt sind.
  10. Das Frittierfett in einem hohen Topf warm werden lassen und bei mittlerer Hitze die Auberginenwürfel nach und nach goldbraun frittieren. Mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen, um sie auf Küchenpapierabtropfen zu lassen.
  11. Die Nudeln mit der Bolognese vermischen und mit den Auberginenwürfeln bestreut servieren.
Darf's etwas mehr sein?

Wer hat schon mal roten Apfelmus gesehen? Wahrscheinlich die Wenigsten von uns allen. Die Apfelsorte heißt Red Devil und ich habe höchstpersönlich die Äpfel vom Baum gepflückt. Bei meinem guten Freund. Er sagte, dass er beileibe nicht alle Äpfel (und er hat einige Apfelbäume im Garten stehen) ernten und verwerten kann.

Da das die absoluten Bio-Äpfel sind, habe ich ihn lieb gefragt, geblinzelt und durfte ernten kommen ;) Sie hätten sonst Karriere als Fallobst gemacht. Roten Apfelmus hat selbst meine Oma noch nicht gesehen. Und so kam was kommen musste … eine ganze Wäschewanne mit Äpfeln wird derzeit zu Apfelmus gekocht und eingekocht. Wie meine Oma das auch schon vor Jahrzehnten gemacht hat.

Ziemlich altbacken für manche hochmodernen Städter. Natürlich kann ich auch in den Supermarkt gehen und Bio-Apfelmus kaufen. Aber der Apfelmus hat wohl noch einen gewissen Coolness-Faktor, oder was meint ihr? ;)

Das Rezept gibt es von Kölner Zucker auf Seite 4 der Broschüre “Kompott & Co – Einkochen leicht gemacht”  hier als pdf-Datei. Anstatt 200 g Einmachzucker kam 310 g Zucker rein, da die Äpfel recht sauer waren. Ganz feiner Apfelmus. Gibt’s nicht zu kaufen – fast eine Sünde ;)

Darf's etwas mehr sein?

 

Ende Juli habe ich diese leckeren Riegel gebacken. Erst als ich einen Riegel nach dem Backen probiert habe ist mir aufgefallen, dass hier eine klassische Kombination von Gewürzen für die Weihnachtsbäckerei mit drin ist. Meinen Kollegen hat’s auch ein halbes Jahr vor Weihnachten geschmeckt :)

Die Masse ist sehr gut zu verarbeiten, wenn man sich ans Rezept hält. Ich würde sie nur so lange backen bis sie etwas mehr als goldbraun sind. Das Rezept stammt übrigens aus dem Kochbuch “Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar” von Mrs. Moskowitz.

Zutaten:

  • ½ Tasse (Raps-) Öl
  • ½ Tasse starker Kaffee, auf Raumtemperatur abgekühlt
  • 1/3 Tasse Molasse (Stroop/niederl. Zuckersirup oder vllt. auch Rübensirup)
  • 2/3 Tasse Zucker, plus etwas mehr zum Bestreuen
  • 2 1/4 Tasse Mehl Typ 405 (bzw. Dinkelmehl Typ 630)
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • ½ TL gemahlene Nelken
  • ½ TL gemahlener Ingwer
  • 1 Prise gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • ½ TL Salz
  • 1 Tasse dunkle Rosinen (Korinthen)

Zubereitung:

  1. In einer großen Schüssel Öl, Kaffee, Molasse und Zucker solange verrühren bis sie eine dickflüssige Masse ergeben.
  2. Das Mehl, Backpulver, Natron sowie die Gewürze und das Salz (inkl. Pfeffer) dazugeben und vermischen bis sich alles zu einer sämigen, dickflüssigen Masse verbunden hat.
  3. Jetzt die Rosinen dazugeben und unterrühren.
  4. Die Schüssel mit dem Teig im Kühlschrank für 30 Minuten ruhen lassen.
  5. Währenddessen den Backofen auf 180 Grad vorheizen und zwei Lagen Backpapier auf zwei Backbleche verteilen. (Ein Backblech reicht auch aus.)
  6. Nachdem die Masse im Kühlschrank ruhen konnte, die Hände mit Wasser befeuchten. Die Masse mit den Händen hälfteln und auf dem Backpapier zu zwei länglichen Streifen formen. Sie sollten eine Länge von 13 Inch und 3,5 Inch Breite haben. Dazwischen sollen lt. Rezept 3-4 Inch Platz sien. Mehr sieht man auf dem Foto.
  7. Noch etwas Zucker über die Streifen streuen und leicht andrücken. Für etwa 24-26 Minuten in den Backofen bis die Ecken leich gebräunt sind.
  8. Aus dem Backofen nehmen und für 15 Minuten abkühlen lassen. Das Backpapier mit einer Schere zwischen den Streifen trennen.
  9. Mit einem scharfen Messer die Streifen (auf einem Holzbrett!) in Riegel schneiden und etwas abkühlen lassen.
Darf's etwas mehr sein?

Wo sind die Früchtchen? Hier sind sie ;) Selbstgemachtes bedeutet einfach nur fruchtigen Genuss und Variation abseits der Mainstream-Marmelade. Dieses Jahr war ich total heiß darauf, die Sau rauszulassen … und jetzt ist das Gemüsefach meines Kühlschrankes sowie das Fach darüber komplett voll mit Marmeladengläsern :) Die Rezepte gibt es in Teil 2.

Aber Achtung: dieser Beitrag ist extrem Foto-lastig!

Das sind Erdbeeren. Seit 20 Jahren habe ich keine Erdbeeren mehr gegessen, aber 2011 wurde alles anders … ob pur oder püriert als Marmelade. Jetzt mag ich sie :-D Das Beste daran ist, dass die Erdbeermarmelade in Verbindung mit Schafjoghurt und Honig so klasse schmeckt. Endlich wieder ein vernünftiger Fruchtjoghurt. Den Soja-Kram kann man nicht so richtig essen.

Es ist allerdings etwas Vorsicht geboten, da Erdbeeren als Histaminbomben gelten. Na ja, ein bisschen Schwund ist immer und im Sommer merke ich die Histaminintoleranz nicht so stark. Weiter geht’s mit …

Darf's etwas mehr sein?

Da bin ich wieder mit einem Rezept für persische Möhrenmarmelade nach mehr als einem Monat Abstinenz vom Online-Geschehen. Ich hatte einfach keine Lust Beiträge zu veröffentlichen, obwohl ich Urlaub hatte. Um nicht in Nullen und Einsen zu versinken, hab’ ich mich einfach mal ausgeklinkt aus der digitalen Welt. Das hat mir seht gut getan. Shopping, Faulenzen, Katzen kraulen und die Seele baumeln lassen … YEAH ;) Kein Computer, einfach mal lange Ausschlafen, Frühstück mit Kaffee und Folgen von Heroes.

Das nachfolgende Rezept ist aus dem Buch “Vegetarisch kochen – persisch” und ungewöhnlich für den westlichen Gaumen. Marmelade aus Möhren – kann das funktionieren? Als ich die Möhren von Hand fein geraspelt habe, war ich guter Dinge. Es brauchte Recht lange zum Kochen und hatte zum Schluss eine sirupartige Konsistenz. Ab in die desinfizierten Gläser und Deckel drauf. Dabei habe ich die gemahlenen Walnüsse weggelassen und die Marmelade nur eine Stunde köcheln lassen. Ich wollte zunächst nur die Hälfte der Portion machen.

Heute morgen war es soweit: eine Scheibe Dinkelbrot, etwas Butter und das “Plööp” des Marmeladen-Glases. Es roch seltsam, aber schmeckte einfach fantastisch. Anders; frisch und fruchtig, dabei ein wenig scharf. Das Rezept ist einer Rezeptkarte würdig!

Darf's etwas mehr sein?

Thailändische Pilzsuppe mit Ingwer

Gestern und heute habe ich überwiegend thailändisch gegessen und es war einfach und schnell gekocht. Zuerst gab es gestern die thailändische Pilzsuppe mit Ingwer und Mie-Nudeln. Nicht ganz vegan durch die Mie-Nudeln, da sie glaube ich Eier enthalten, aber dafür mit Broccoli und Shiitake und Reisstrohpilze aus dem Glas. Das brauchte ich einfach mal wieder.

Und dann gab es den überragenden Klebreis mit Mango und Maracuja (Passionsfrucht). Es war wirklich gut. Fast hatte ich schon den Verdacht, dass dieses Experiment nicht gut gehen würde, weil die Zutaten so ungewöhnlich sind. Aber es ist wie mit so vielem: man lernt nicht aus. Mangos schmecken mir am Besten, wenn sie vollreif sind (Schale gibt bei Druck nach) und frische Maracuja … ja echt leckere Früchtchen. Und ich bin eigentlich DER Obst-Muffel schlechthin.

Klebreis mit Mango

Das Rezept ist übrigens aus der Zeitschrift “Lust auf Genuss”, Ausgabe 3/2010, Seite 20, und als alleiniges Gericht schön sättigend und ausgewogen. Gefällt mir, es kommt auf eine Rezeptkarte ;)

Zutaten für 4 Portionen/Personen:

  • 100 g Klebreis
  • 2 Mangos
  • 2 Passionsfrüchte / Maracujas
  • 250 ml Kokosmilch (Dose)
  • eine Prise Salz
  • 4 EL brauner Zucker/Rohrzucker (Palmzucker hatte ich leider nicht)
  • 2 TL Sesamsamen
Darf's etwas mehr sein?

Dieses Rezept habe ich vor ein paar Wochen bei Kip von messy vegetarian cook gefunden und auch gekocht. Es stand quasi auf meiner To-Blog-Liste und war sehr lecker mit den in Scheiben geschnittenen Chamignons und einer Mischung aus Shiitake- und Black Fungus-Pilzen (Abwandlung für mich). Ich habe es letzte Woche nochmal gekocht und in Ermangelung der Champignons einfach Reisstrohpilze genommen. Das Resultat kam nicht an das Original dran. Besser schmeckt es wirklich in der ursprünglichen Version. So, jetzt das Rezept auf deutsch :)

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 getrocknete Shiitake-Pilze
  • 2 Tassen heißes Wasser
  • 1 EL Soja-Sauce
  • 1 TL Mirin (süßer Sake nur fürs Kochen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Öl ( Sesamöl war sehr gut)
  • Udon-Nudeln für 2 Personen, ca. 400 g verpackte, vorgekochte Nudeln
  • 2 große Champignons
  • 125 g Spargel-Stücke (bei mir aus dem Glas)
  • 1 kleine Zwiebel, in Scheiben geschnitten
  • geröstete Sesam-Samen (in einer seperaten, kleinen Pfanne)
  • Schnittlauch und/oder Frühlingszwiebeln
  • eingelegter Ingwer (bei mir ca. 1 TL geriebener Ingwer)
Darf's etwas mehr sein?

Jetzt kommt mein erstes Gericht aus “India – The Cookbook”. Ich habe es gewagt und war vollkommen glücklich mit dem Ergebnis. Indisches Essen in dieser Art würde ich als Wohlfühl-Essen bezeichnen. Und dann erst das mehrlagige Fladenbrot, welches leicht an Blätterteig erinnerte. Beim zweiten Mal habe ich dann wirklich 1 ½ Orangen benutzt, es zum Schluss weniger stark gedünstet und Basmatireis dazu gegessen. Beim zweiten Mal ist es meiner Meinung nach besser geworden. Vegan ist es auch noch :)

Dieses Gericht kommt ursprünglich aus Westbengalen. Wenn man indisch kocht, muss man sich von einigen Vorstellungen lösen. So zum Beispiel die Tatsache, dass in dem Rezept die Kartoffeln als Gemüse bezeichnet werden. Hier bei uns ist es üblich Kartoffeln als kohlenhydratreiche Beilage zu sehen, wo dann noch Fleisch und “tatsächliches” Gemüse dazukommt. Am Besten wird dann noch darauf bestanden, dass es eine leckere Sauce dazu gibt, und schon hat man das typisch deutsche Essen ohne Vielfalt Inspiration auf dem Teller (in der Regel).

Ich hatte keinen Zweifel daran, dass es nicht schmecken würde. Genug jetzt … die Rezepte:

Darf's etwas mehr sein?

Eigentlich habe ich nicht gedacht, dass mir Porridge schmecken könnte. Nicht weil es zum brititschen Frühstück zählt, sondern weil da Haferflocken in Wasser aufgekocht drin sind. Aber dieses Rezept schmeckt so lecker mit Apfel und Honig. Die Veganer unter euch können das bestimmt mit Ahornsirup genauso schmackhaft machen. Ich habe kernige Haferflocken genommen, was mir passender erschien. Das Beste an diesem Frühstück: es hält lange satt – bei mir so um die 5 Stunden bis zur Mittagszeit. Perfekt.

Darf's etwas mehr sein?

Pancakes von Mrs. Moskowitz aus “Vegan with a Vengeance”. In Zeiten von Dioxin-Eiern eine verdammt leckere Alternative. Man sollte sich allerdings beim Verzehr nicht an Oma’s Pfannkuchen erinnern – zumindest nicht an die, die ich gegessen habe ;-) . Ein Ei ist ein Ei und es macht seinen Job in Pfannkuchen ganz hervorragend. Aber hier ist ein Einsatz nicht erforderlich.

Ganz wichtig: hier muss süßer Belag drauf. Ahornsirup, Marmelade, Zuckerrübensirup, Honig, Stroop, …. whatever … es muss süß sein. Dann schmecken sie erst so richtig gut. Trust me!

Darf's etwas mehr sein?