— Cook It Like Lilian

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Tag "vegetarisch"

Gestern war ich noch kurz was einkaufen und konnte an den roten Hokkaido-Kürbissen nicht vorbeigehen ohne Einen mitzunehmen. Zusammen mit Champignons. Dann wollte ich eigentlich ein asiatisches Gericht kochen, aber hatte gerade kein Rezept zur Verfügung. Also kam Chefkoch zum Einsatz und siehe da: ein herbstlicher Auflauf mit Kartoffeln, Kürbis, Champignons und Zucchini. Die Bechamel-Sauce war etwas aussergewöhnlich, da mit Honig und Zitronensaft abgeschmeckt wurde. Rustikal und vegetarisch – sehr fein.

Das Schönste an diesem Gericht sind die kräftigen, herbstlichen Farben, welche man zu sehen bekommt. Einen Kommentar unter dem Rezept, welcher den Austausch der Bohnen durch Pilze und Zucchini empfielt, habe ich dann auch direkt eingebaut. Der Kürbis hatte nach dem Entkernen ein Gewicht von 1,2 kg, was dann später zu viel Kürbis für mich war. 900 g würden da auch ausreichen. Dann noch geriebenen Ziegenkäse, den ich von einer Geburtstagsfete vom Vortag mitnehmen konnte, da niemand ausser mir Ziegenkäse mochte. Das Gericht kann aber ganz toll ohne tierische Produkte zubereitet werden.

Darf's etwas mehr sein?

Schon oft hatte ich von Pastasotto in verschiedenen Ausführungen gelesen, aber mich nicht so richtig dafür begeistern können. Nun ja, ich hatte noch Kritharaki vorrätig. Und da kam mir der Blog von Gesche “Reine Topfsache” sehr gelegen, da sie wie ich eine Histaminintoleranz hat und schöne Rezeptideen bei Ihr zu sehen sind. Und so bin ich sehr dankbar für die Idee des Pastasottos hier, denn es hat nicht nur gut “geduftet” (ja, O-Ton meiner Kollegin), sondern auch gut geschmeckt.

Die Zubereitung ist einfach und die Zutatenlisten kurz, was nicht heißen soll, dass das schlecht sein muss. Hier werdet ihr keine Molekularküche oder so einen Schnickschnack finden. Ich stehe in der Küche, um kurz darauf genießen zu können. Nicht um Türmchen aus Lebensmitteln zu bauen. Bei manchen Sachen, die man so sieht und liest, frage ich mich, ob es dabei ums Essen und den Genuss geht, oder um chemisches Wissen zeigen zu können. Genug jetzt. Licht aus, Spot an … hier die Details:

Die Zutaten für 2 Personen/Portionen:

  • 250 g TK-Champignions
  • 250 g griechische Reisnudeln (Kritharaki, sind eigentlich Nudeln aus Hartweizengrieß)
  • ungefähr zwei Möhren in Stückchen/Würfel
  • 1 große Zwiebel
  • etwas Olivenöl oder Butter
  • frischer Schnittlauch + Petersilie
  • Salz + Pfeffer + vllt. etwas Muskat
  • ca. 500 – 750 ml Gemüsebrühe
  • etwa 150 g Schafjoghurt o. Ä.

 

  1. Die Zwiebeln und Möhren schälen, waschen und klein schneiden.
  2. Die Zwiebeln mit Butter in einer Pfanne mit hohem Rand andünsten. Nach  etwa 3 – 4 Minuten die Champignions und Möhren dazugeben und schön  weiter dünsten (auf hoher Stufe).
  3. Zwei Minuten später die Nudeln dazugeben und mit andünsten.
  4. Danach mit heißer Brühe (Wasserkocher sei dank) ablöschen. Wie bei Risotto mit Reis niemals anbrennen lassen und rühren sowie Brühe zugießen.
  5. Währenddessen Petersilie und Schnittlauch waschen und klein schneiden.
  6. Pastasotto mit Salz, Pfeffer und evtl. Muskat würzen.
  7. Wenn die Nudeln gar sind, die Kräuter drunter heben und umrühren. Etwas Schnittlauch zum Garnieren übrig behalten.
  8. Mit Schafjoghurt servieren. Lecker :)
Darf's etwas mehr sein?

Wo sind die Früchtchen? Hier sind sie ;) Selbstgemachtes bedeutet einfach nur fruchtigen Genuss und Variation abseits der Mainstream-Marmelade. Dieses Jahr war ich total heiß darauf, die Sau rauszulassen … und jetzt ist das Gemüsefach meines Kühlschrankes sowie das Fach darüber komplett voll mit Marmeladengläsern :) Die Rezepte gibt es in Teil 2.

Aber Achtung: dieser Beitrag ist extrem Foto-lastig!

Das sind Erdbeeren. Seit 20 Jahren habe ich keine Erdbeeren mehr gegessen, aber 2011 wurde alles anders … ob pur oder püriert als Marmelade. Jetzt mag ich sie :-D Das Beste daran ist, dass die Erdbeermarmelade in Verbindung mit Schafjoghurt und Honig so klasse schmeckt. Endlich wieder ein vernünftiger Fruchtjoghurt. Den Soja-Kram kann man nicht so richtig essen.

Es ist allerdings etwas Vorsicht geboten, da Erdbeeren als Histaminbomben gelten. Na ja, ein bisschen Schwund ist immer und im Sommer merke ich die Histaminintoleranz nicht so stark. Weiter geht’s mit …

Darf's etwas mehr sein?

Da bin ich wieder mit einem Rezept für persische Möhrenmarmelade nach mehr als einem Monat Abstinenz vom Online-Geschehen. Ich hatte einfach keine Lust Beiträge zu veröffentlichen, obwohl ich Urlaub hatte. Um nicht in Nullen und Einsen zu versinken, hab’ ich mich einfach mal ausgeklinkt aus der digitalen Welt. Das hat mir seht gut getan. Shopping, Faulenzen, Katzen kraulen und die Seele baumeln lassen … YEAH ;) Kein Computer, einfach mal lange Ausschlafen, Frühstück mit Kaffee und Folgen von Heroes.

Das nachfolgende Rezept ist aus dem Buch “Vegetarisch kochen – persisch” und ungewöhnlich für den westlichen Gaumen. Marmelade aus Möhren – kann das funktionieren? Als ich die Möhren von Hand fein geraspelt habe, war ich guter Dinge. Es brauchte Recht lange zum Kochen und hatte zum Schluss eine sirupartige Konsistenz. Ab in die desinfizierten Gläser und Deckel drauf. Dabei habe ich die gemahlenen Walnüsse weggelassen und die Marmelade nur eine Stunde köcheln lassen. Ich wollte zunächst nur die Hälfte der Portion machen.

Heute morgen war es soweit: eine Scheibe Dinkelbrot, etwas Butter und das “Plööp” des Marmeladen-Glases. Es roch seltsam, aber schmeckte einfach fantastisch. Anders; frisch und fruchtig, dabei ein wenig scharf. Das Rezept ist einer Rezeptkarte würdig!

Darf's etwas mehr sein?

Thailändische Pilzsuppe mit Ingwer

Gestern und heute habe ich überwiegend thailändisch gegessen und es war einfach und schnell gekocht. Zuerst gab es gestern die thailändische Pilzsuppe mit Ingwer und Mie-Nudeln. Nicht ganz vegan durch die Mie-Nudeln, da sie glaube ich Eier enthalten, aber dafür mit Broccoli und Shiitake und Reisstrohpilze aus dem Glas. Das brauchte ich einfach mal wieder.

Und dann gab es den überragenden Klebreis mit Mango und Maracuja (Passionsfrucht). Es war wirklich gut. Fast hatte ich schon den Verdacht, dass dieses Experiment nicht gut gehen würde, weil die Zutaten so ungewöhnlich sind. Aber es ist wie mit so vielem: man lernt nicht aus. Mangos schmecken mir am Besten, wenn sie vollreif sind (Schale gibt bei Druck nach) und frische Maracuja … ja echt leckere Früchtchen. Und ich bin eigentlich DER Obst-Muffel schlechthin.

Klebreis mit Mango

Das Rezept ist übrigens aus der Zeitschrift “Lust auf Genuss”, Ausgabe 3/2010, Seite 20, und als alleiniges Gericht schön sättigend und ausgewogen. Gefällt mir, es kommt auf eine Rezeptkarte ;)

Zutaten für 4 Portionen/Personen:

  • 100 g Klebreis
  • 2 Mangos
  • 2 Passionsfrüchte / Maracujas
  • 250 ml Kokosmilch (Dose)
  • eine Prise Salz
  • 4 EL brauner Zucker/Rohrzucker (Palmzucker hatte ich leider nicht)
  • 2 TL Sesamsamen
Darf's etwas mehr sein?

Jetzt kommt mein erstes Gericht aus “India – The Cookbook”. Ich habe es gewagt und war vollkommen glücklich mit dem Ergebnis. Indisches Essen in dieser Art würde ich als Wohlfühl-Essen bezeichnen. Und dann erst das mehrlagige Fladenbrot, welches leicht an Blätterteig erinnerte. Beim zweiten Mal habe ich dann wirklich 1 ½ Orangen benutzt, es zum Schluss weniger stark gedünstet und Basmatireis dazu gegessen. Beim zweiten Mal ist es meiner Meinung nach besser geworden. Vegan ist es auch noch :)

Dieses Gericht kommt ursprünglich aus Westbengalen. Wenn man indisch kocht, muss man sich von einigen Vorstellungen lösen. So zum Beispiel die Tatsache, dass in dem Rezept die Kartoffeln als Gemüse bezeichnet werden. Hier bei uns ist es üblich Kartoffeln als kohlenhydratreiche Beilage zu sehen, wo dann noch Fleisch und “tatsächliches” Gemüse dazukommt. Am Besten wird dann noch darauf bestanden, dass es eine leckere Sauce dazu gibt, und schon hat man das typisch deutsche Essen ohne Vielfalt Inspiration auf dem Teller (in der Regel).

Ich hatte keinen Zweifel daran, dass es nicht schmecken würde. Genug jetzt … die Rezepte:

Darf's etwas mehr sein?

Durch Foodina bin ich auf das Kochbuch “India – The Cookbook” aufmerksam geworden. Ich habe mir den einen oder anderen Beitrag von ihr angesehen und es kribbelte in mir. Dieses Kochbuch musste ich auch haben. Vor allen Dingen stellte ich mir die Gerichte sehr lecker vor, obwohl mir die meisten Gewürze unbekannt sind.

Tja, und da ist es … das einzige Buch für die indische Küche, welches man je brauchen wird. 1000 Rezepte über die letzten 20 Jahre von Pushpesh Pant gesammelt und getestet. Einen Tag später habe ich schon ein Gericht mit Blumenkohl und Orangen gekocht und war total aus dem Häuschen. Lecker, und dabei vegetarisch.

Die indische Küche macht es erforderlich, dass man viele Gewürze braucht, die man in den seltensten Fällen haben wird. Also bin ich einmal in einen Asia-Laden nach Düsseldorf (!) gefahren und habe mir dann auch noch welche zuschicken lassen. Die Gewürze, die ihr hier seht, sind heute angekommen. Ich freue mich auf ein ruhiges Karnevals-Wochenende mit jeder Menge Leckereien. Meine kleine Reise zum Taj Mahal ;-)

Darf's etwas mehr sein?

Tja, fünf Personen haben mir unabhängig bestätigt: dieser Kuchen ist lecker, sogar sehr … und gar nicht so trocken wie man vielleicht denken würde. Und wieder ein Kuchen ohne Milch. Es gibt so einige Spezialisten da draussen, die der Meinung sind, Milch müsse unbedingt in einen Kuchen wie diesen. Nee, mutt keene Milch rein ;)

Allerdings war ich fix und fertig, nachdem ich den Kuchen im Backofen hatte. Ich hatte die Butter zu spät herausgelegt und bei dem Arbeitsschritt mit dem Puderzucker und dem Eigelb flog dann ein wenig Puderzucker umher. Ja, ja … das sind doch mal Anekdoten, die ihr lesen wollt ;)

Kirschkuchen

Zutaten für 1 Blech / 12 Stücke:

  • 4 Eier (getrennt)
  • 250 g Mehl (Dinkelmehl Typ 405 schmeckt auch sehr gut)
  • 250 g Butter (1 Pck.)
  • 125 ml Eierlikör
  • 1 Pck. Backpulver
  • 50 g Speisestärke
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Glas Kirschen (Abtropfgewicht: 380 g)

Zubereitung:

Eier trennen und das Eiweiß zu festem Schnee schlagen.
Eigelbe mit Puderzucker und weicher Butter cremig rühren, den Eierlikör zum Schluss unterrühren.

Darf's etwas mehr sein?

Eigentlich habe ich nicht gedacht, dass mir Porridge schmecken könnte. Nicht weil es zum brititschen Frühstück zählt, sondern weil da Haferflocken in Wasser aufgekocht drin sind. Aber dieses Rezept schmeckt so lecker mit Apfel und Honig. Die Veganer unter euch können das bestimmt mit Ahornsirup genauso schmackhaft machen. Ich habe kernige Haferflocken genommen, was mir passender erschien. Das Beste an diesem Frühstück: es hält lange satt – bei mir so um die 5 Stunden bis zur Mittagszeit. Perfekt.

Darf's etwas mehr sein?

Pancakes von Mrs. Moskowitz aus “Vegan with a Vengeance”. In Zeiten von Dioxin-Eiern eine verdammt leckere Alternative. Man sollte sich allerdings beim Verzehr nicht an Oma’s Pfannkuchen erinnern – zumindest nicht an die, die ich gegessen habe ;-) . Ein Ei ist ein Ei und es macht seinen Job in Pfannkuchen ganz hervorragend. Aber hier ist ein Einsatz nicht erforderlich.

Ganz wichtig: hier muss süßer Belag drauf. Ahornsirup, Marmelade, Zuckerrübensirup, Honig, Stroop, …. whatever … es muss süß sein. Dann schmecken sie erst so richtig gut. Trust me!

Darf's etwas mehr sein?