Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass hier so lange tote Hose war und einfach Nichts passiert ist. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass es für mich etwas mehr Aufwand ist meine Ernährung sicherzustellen und abwechslungsreich zu gestalten. Dann hat mein Sport eine besondere Rolle in meinem Leben eingenommen, da ich neben dem normalen Training und Spielablauf mehr organisatorische Verantwortung übernommen habe. Ob ich immer den Ansprüchen gerecht geworden bin, kann ich nicht richtig beurteilen, aber ich gebe mir Mühe. Er hat mir im Laufe des Jahres definitiv geholfen Stress und Aggressionen abzubauen und mich fitter, fokussierter und selbstsicherer gemacht. Rein körperlich ging es mir seit Jahren nicht mehr so gut.
Die größte Ursache, weshalb ich nicht mehr die Motivation und Konzentration habe, Beiträge einzustellen, ist mein Beruf. Was da seit Beginn des Jahres abgeht, geht auf keine Kuhhaut und ich bin mittlerweile nervlich am Ende, da ich Mehrarbeit leiste und trotz eines starken Nervenkostüms die Situation einfach nicht besser wird (nur noch schlimmer & psychisch belastend). Normalerweise geht man davon aus, dass eine Beeinträchtigung des Berufes durch z. Bsp. starken Alkoholkonsum am Vortag unterlassen werden sollte, da man am nächsten Tag arbeitsfähig sein muss. Was aber, wenn es sich umdreht und der Beruf das Privatleben ‘extrem’ beeinflusst? Daher werde ich zumindest bis Ende November 2012 nicht an Blogevents wie Foodina’s “Curry – köstlich – asiatisch” oder den Vegan Mofo 2012 teilnehmen. Den Betriebsrat einzuschalten hätte bisher wahrscheinlich Nichts gebracht, dennoch wird wohl irgendwann in was für einer Form auch immer die Notbremse gezogen werden müssen.
In den letzten 12 Monaten war mein Leben eine Achterbahnfahrt und meine Ernährung eine starke Herausforderung und muss folgende Bedingungen abdecken: glutenfrei, nussfrei, frei von Erbsen und vegan! Nach den 12 Monaten “Selbstversuch” konnte ich für mich wesentliche Rahmenbedingungen herausarbeiten …
Sport ist immer gut! Durch Sport und das Beachten der Körpersignale erfährt man ganz viel über die eigene Ernährung. Wichtig ist eine vollwertige Ernährung, welche bei mir hauptsächlich auf Kohlenhydraten (Kartoffeln, Reis = “Mehrfachzucker”) und Obst und Gemüse beruhte und natürlich auch alle anderen Sachen (max. 4-5 Mal Fisch/Fleisch inkl. Wurst pro Monat; Honig, Sojaprodukte) beinhaltete. Als Allergikerin muss man manchmal Kompromisse eingehen, welche nicht immer leicht und dennoch notwendig sind. Durch Sport hält man den Blutzucker auf einem konstanten Level und sorgt dafür, dass Fitness ein großer Bestandteil wird.
Die Zufriedenheit steigt mit jeder Minute in der man mit sich selber im Reinen ist und den eingeschlagenen Weg selbstsicher gehen kann. Dazu ist es notwendig sich mit dem Thema so zu beschäftigen, dass man anderen Personen ohne Reue und mit Argumenten mitteilen kann, dass die spezielle Diät alle Anforderungen (inkl. Vitamin B12/D) abdeckt. Fachliteratur wie “Tiere essen”, “The China Study” und mittlerweile sogar “Gabel statt Skalpel” sind hierfür meines Erachten unverzichtbar geworden. Alles in der Richtung dient als Referenz und kann weiterempfohlen werden. Der Weg wird von “Allesessern” gerne belächelt und viele Kleinigkeiten hinterfragt. Die Eiweiß-Frage ist meine Liebste, da schon in Spinat und Blumenkohl soviel davon enthalten ist, dass ein Mangel an Eiweiß nicht auftreten kann. Wichtig ist eigentlich nicht wie schnell man es schafft, sondern die langsame und stressfreie Umstellung. Es gilt die Floskel: Der Weg ist das Ziel.
Durch ein zufriedenes Ich kann man Familie und Freunden viel besser vermitteln, was wichtig ist. Keine Panik, mit Bedacht und Ruhe lässt sich mehr erreichen. Zeigt Ihnen, dass es kein Verzicht ist und ihr trotzdem leckeres Essen zaubern könnt. Gebt Ihnen all die leckeren Sachen wie glutenfreie, vegane Muffins mit Zuckerglasur oder lasst sie ein leckeres italienisches Pilz-Risotto mit Salat kosten. Sie werden es lieben und nach Rezepten fragen
Bei so einer Umstellung kommt es nicht auf die Meinung oder das Wohlbefinden der Anderen an, sondern nur auf euch selbst. Das mag egoistisch klingen und sein, aber es ist der befreiende Schritt. Geht es euch gut und ihr strahlt all das aus, ist der Rest ein Kinderspiel. Bisher habe ich noch nicht viele Erfahrung in Puncto Partnerschaft und Ernährung gehabt, das ergibt sich aber eh alles von selber
Wäre es nach mir gegangen, würde ich meine Erfahrungen mehr teilen und Rezepte online stellen, aber es funktioniert nicht alles so wie ich mir das denke. Ich habe noch einige Ideen für deren Umsetzung ich mehr Entspannung und Ruhe benötige. Meine berufliche Situation macht mich insgesamt unruhig und aggressiv (Sorry an alle Leidtragenden!) und ich hatte dieses Jahr mehr vor. Mit dem Frühling kam die Sonne zurück und ich fühlte soviel Kraft in mir, aber mein Energielevel ist jetzt sehr erschöpft. Die Hoffnung stirbt zuletzt – danke für eure Aufmerksamkeit